Das Schulhaus greift wie mit "Fühlern" in alle Richtungen. Mit seinen Sitzbänken, Loggien, Balkonen und Terrassen "atmet" dieses Gebäude

Herzstück im Obergeschoss ist eine Landschaft von unterschiedlichsten Orten des Lernens.

Von Welten zur Architektur 

 

In einem partizipativen Prozess haben wir die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer genau recherchiert und in unser Konzept einfließen lassen. Darüber hinaus haben fünf wesentliche Entscheidungen aus unserer gestalterischen Sicht dieses Konzept städtebaulich und architektonisch mit geformt:

 

  • Wir gehen von Süden auf die ImPuls Schule zu (bisheriger Eingang neben Kirchturm von Westen).
  • Wir erhalten so viel wie möglich vom Bestand (lediglich Abbruch der ehemaligen Pfarrerswohnung).
  • Wir integrieren das Kirchengebäude einfach in die Schule (kein Spektakel, nur vertikale Schalung).
  • Wir bauen die Schule aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Pädagogik in Holz (Sinnlichkeit).
  • Wir bauen in zwei Etappen und wollen alt/neu technisch sinnvoll fügen(Fuge zwischen Ost/West).

 

 

Die ImPuls Schule Steyr ist ein Lebensraum, in dem vor allem viel gelernt werden wird. Wir wollen dafür Atmosphären schaffen. Mit der Möglichkeit, eine Kirche in eine Schule überzuführen, sehen wir die große Chance, am Ende keine Anstalt vorzufinden sondern einen Ort, der verschiedenen Welten wie Hotel, Lounge, Studio, Büro, Atelier, Werkstatt, Labor, Bibliothek, Kapelle, Festsaal, Stube, Restaurant, Küche und Wohnzimmer anbietet.

Bestand: Kirche, Pfarrsaal, Pfarrerswohnung, Kirchturm
Abbruch der Pfarrerswohnung
Zugang von Süden, Schul-Haus-Baum
Neue Bauteile im Süden und Osten
Die Fuge zwischen Alt-Neu wird zur Erschließung genutzt
Balkone, Loggien und Nebengebäude

Lernwelten

 

Das Lehren und Lernen findet im ganzen Haus statt. Die drei Gruppen finden im Obergeschoss ihre Heimaten und Rückzugsorte. Die Räume für die Kinder der Grundstufe halten wir kleinmaßstäblich und ›bodenbezogen‹ (bewegte Niveaus, Bänke, Teppiche, Nischen), Tische sind hier ergänzendes Möbel. Die Räume für die Jugendlichen der Mittelstufen I+II statten wir mit fixen, klappbaren und mobilen Tischen sowie einer Rundum-Orientierung bezüglich der Instruktionsphasen aus. Mit dem Oberlicht in der Mittelachse des Gebäudes können wir diese Räume von zwei Seiten gut belichten. Die Gruppenräume sind großzügig und durchlässig mit einer Landschaft von Lernorten verbunden, die vorbereitetes Montessori-Material und abwechslungsreiches Mobiliar (stehen/sitzen/lungern/liegen) bieten. Sie zeichnen sich durch verschiedene Raumhöhen (alt/neu), Lichtsituationen (seitlich/oben), Blickbeziehungen (durch/über/indirekt) und Niveaus (Stiege/Rampe) aus. Diese Vielzahl von räumlichen Situationen soll für alle Stimmungen und Bedürfnisse einen Lieblingsplatz bereit halten. Je Gruppe haben wir eine dezentrale ›Teacher-Base‹ so angeordnet, dass die Pädagoginnen und Pädagogen einerseits von überall aus sichtbar sind und andererseits selbst in einen Großteil der Landschaft der Lernorte einblicken können.


Schulwelten

 

Das Lehren und Lernen im Erdgeschoss findet in verschiedenen Welten der Schulöffentlichkeit statt, die atmosphärisch je eigenen Leitbildern folgen:

  • Welt des Lesens und Ruhens (Bibliothek als horizontales und vertikales Zentrum – Lernlandschaft Stiege, Leselandschaft Kirchturm, Rückzugsmöglichkeit)
  • Welt der Kunst und Wissenschaft (Werkstatt, Atelier und Labors mit Themenwägen aus der ›Garage‹)
  • Welt der Gemeinschaft und der Feste (Kirchenraum als Saal für Versammlung, Theater, Tanz, Sport)
  • Welt der Kochkunst (Schulküche, Lernküche und Restaurant, zusätzlich Schulladen)
  • Welt der Erwachsenen (Rezeption, Leitung, Besprechung, Lounge, Arbeit, Rückzug

 

Naturwelten

 

Wenn wir in die Schulen gehen, begrüßt uns der Schulbaum, der räumlich wie zeitlich den Auftakt für die neue ImPuls Schule in Steyr darstellt. Unser Vorplatz ist ein öffentlicher Ort. Hier begrüßen wir von der ImPuls Schule in Steyr unsere Nachbarn und Nachbarinnen in Münichholz. Das Lehren und Lernen findet auch vor dem Haus im Garten, im Wald und am Gewässer statt. Dafür wollen wir auf dem eigenen Grundstück viele verschiedene Möglichkeiten bieten und die »Atmungsaktivität« des Schulgebäudes maximal hoch halten. Balkone Terrassen, Werkhof, Loggien bieten zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Situationen Räume ›am‹ Gebäude, die sich mit dem Freiraum des Grundstücks verklammern.

 

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